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Sonntag, 4. November 2007

Kismet...

Manchmal ist es ja schon seltsam... was strahlen wir an Emotionen aus, was kriegen unsere Mitmenschen mit? Worauf reagieren sie unbewusst...?
Mit ging es seit Donnerstag Abend ziemlich schlecht. Es gibt Probleme mit einer Person auf Arbeit und hinterhältigen Unterstellungen, bzw. Manipulationen. Den Freitag hab ich mich in der Wohnung vergraben, mich regelrecht eingeigelt und vor mich hin gebrütet (und natürlich geheult - in dem Zusammenhang fände ich es echtmal spannend wieviel man an Kcal bei einem hysterischen Heulkrampf umsetzt... DIE neue Diät-Idee! *strahl*). Ich hab mich so unglaublich allein gelassen und verraten gefühlt.

Nachmittags - ich hatte mir gerade mein rot verquollenes Gesicht mit Nivea-Creme eingecremt, in der Hoffnung damit einige Schäden abfangen zu können die andauernde Einwirkung von Salzwasser auf Epidermis anrichtet - klingelte eine Nachbarin um ihr Päckchen bei uns abzuholen (der Fluch der Parterre Wohnung und von Menschen die arbeitsbedingt vormittags öfters zu Hause sind...). Ok, Licht im Flur aus, fröhliches Lächeln ins Gesicht, kann keiner merken wie es mir geht. War aber schwieriger als gedacht sie los zu werden, bohrende Fragen wie es mir denn ginge.. Argh...Ja klar, mir gehts gut, geradezu perfekt. Ha. Ha. Ja, toller Tag. Zweifelnde Blicke.
Schüttel sie ab, schaffe es angestrengt grinsend meinen Burggraben Haustüre zuzuwerfen und flüchte mich gerade ins Wohnzimmer zu meinem geliebten Sofa, als es erneut klingelt.
Fluchend stolpere ich durch usneren verwinkelten Flur und reiße die Tür erneut auf. Sie. Hält mir Milka-Schokolade entgegen wo drauf steht "Ein kleines Dankeschön" - noch mehr besorgte Blicke, weil ich doch immer so lieb bin die Päckchen anzunehmen. Danke. Ich bin jetzt entnervt und gerührt. Doofes Gefühl. Aber besser als Vorher.

Habe plötzlich die Energie weiter an meinem Bewerbungskram zu basteln und mich um liegengebliebene Dinge zu kümmern.

Abends ruft eine Kollegin an, es war ihr ein starkes Bedürfnis sich nach dem Geschehen nochmal persönlich und in Ruhe bei mir zu melden. Tut unendlich gut.

Samstag Abend. Thursa ist da und wir feiern zu dritt (mit kleiner Verspätung) Samhain. Es klingelt, niemand will aus dem Ritualkreis
hechten für eine weitere Nachbarin deren Paket im Flur rumsteht.

Heute Morgen, Thursa schafft es schließlich sich vom gemütlichen Sofa los zu reißen und will heim. Ich verabschiede sie. Als sie aus der Türe tritt rennt sie beinahe einen Pappteller, abgedeckt mit einer Serviette um. Gefüllt mit: Datteln. Datteln?!? Cev und ich blicken einigermaßen verwirrt auf den Teller.

Eben klingelt es, die Nachbarin. Jaa.. sie hätte gestern geklingelt. und ob ich die Datteln gefunden hätte. Sie wolle sich halt bedanken, dass wir ihre Pakete oft annehmen. Und ich hätte ja mal erzählt, dass meine verstorbene Großmutter denselben arabischen Vornamen gehabt hätte wie sie. Und deswegen dachte sie: Die mag bestimmt Datteln, mache ich ihr mal eine Freude! (Mag ich zwar nicht, aber die Dinger wärmen mir trotzdem grad das Herz. *lächelt*)

Ich - pessimistisches, sschwarzseherisches Wesen - freue mich gerade einfach. Was auch immer Menschen zu sowas veranlasst. Das Universum, soziale Konventionen, sie selbst, ich, mein Wesen - whatever.: Danke.

(Vor allem ist dies der lebende Beweis dafür, dass die seltsamen Theorien, die in Buch und DVD von "The Secret" verbreitet werden, nicht stimmen! (Sorry, hab das Ding gerade langatmig auf 2 Seiten rezensiert) Das in Film und Buch ausschließliche Gesetz der Anziehung (Wenn du an Gutes denkst, ziehst du Gutes an, wenn du an Schlechtes denkst, ziehst du auch nur Schlechtes an!) hat hier voll versagt. Während ich rumsumpfe und mich in meinem Leid wälze, tauchen plötzlich unvermutet Menschen auf die sich gezwungen sehen mir was Gutes zu tun, die sich Sorgen, die mir eine Freude bereiten wollen. Vielleicht sollte ich diese Erfahrung auch für 35 ,- pro DVD verticken... *bösartiggrins*)

Mittwoch, 31. Oktober 2007

militante Veggies

*ring*
*klick*
"Kleinanzeigen Redaktion Spiri-Zeitschrift, B. am Apparat, was kann ich für sie tun?"

"*knisterknaster* Ja..äh.. also....ich hab da mal ne Frage..."

"Solange sie sich um die Kleinanzeigen der Zeitschrift dreht... gerne." (Ich ahne am Ton schon Schreckliches heraus...)

"Ja.. äöööh.. also...also sie hatten da ja früher mal ein Impressum! *Im Hintergrund Autos die vorbei rauschen"

"Jaaaa.....? *verdrehe innerlich schon die Augen, bleibe aber betont freundlich*

"Ja das haben sie jetzt nicht mehr da!" *triumphierender Tonfall*

*extrem souverän und freundlich* "Das Impressum finden sie auf Seite 62 unserer Dezemberausgabe." (HA! Wie gut, dass ich eben mit ner Kundin telfoniert habe und das Ding deswegen aufgeschlagen neben mir liegt.)

"Öhm..äh...ja.. achso.weil.. ich lese nämlich die Bibel!"

"Ahja, schön für sie."

"Und ähm. wollte fragen ob sie nicht mehr christliche Texte und so Sachen aus der Bibel in ihre Zeitschrift bringen können! Und über Vegetarismus!! Vegetaaarisch! Weil das hängt zusammen! *fängt an unverständliches Zeug zu brabbeln*"

"Ja, das wirklich.. toll. Aber ich beschäftige mich hier mit den Kleinanzeigen. Nicht mit den Heftinhalten." *überlege einen kurzen Moment ob es die versteckte Kamera auch per Telefon gibt*

*redet einfach weiter* "Ja weil ich hab ja gemerkt mit Religionen und so muss man vorsichtig sein! Aber vegeartisches Leben! Kein Fleisch essen und so, das ist wichtig!" *rigoros im Tonfall eines Mannes mit dem IQ einer einfältigen Kartoffel und der wahren Überzeugung eines Zeugen Jehova weitersülz*

"Jaaa..... vielleicht wollen sie dann eher mit meinem Chef sprechen? Ich gebe ihnen gerrrrne die Nummer!" *mittlerweile diabolisches Grinsen im Gesicht hat*

*spricht weiter und stockt irgendwann*
*eine hektische Suche, unterbrochen von vielen Enschuldigungen (höflich isser ja), einer Frauenstimme und Kindergekreische beginnt*
*Habe währenddessen Visionen von christlich-militanten, bekehrten Vegetariern die brennend vor missionarischem Impetus und ergriffen von ihrer göttlichen Bestimmung mit ihrer Bierflasche und ihren Kippen (is ja schließlich beides pflanzlich, nich?) auf dem Spielplatz hocken und nichtsahnenden Müttern samt deren Kindern gewaltsam Gemüse andrehen, wähend ihnen der Geifer von der Unterlippe tropft und ihre Augen diesen eigentümlich brennenden Blick von leicht gestörten Menschen tragen... Wahrscheinlich hat der Herbstwind ihnen eben eine unserer Zeitschriften mitten in ihre Runde geflattert, sie haben sie ergriffen und einer hatte die tolle, nachmittagsfüllende Idee: "Da rufen wir jetzt mal an! Das i st Gottes Wekr!! Wozu habe ich sonst ein Handy? Ahh! da ist irgendeine Nummer.. Da steht zwar fett "KLEINANZEIGEN" danaben...aber egal, lass uns die Frau am anderen Ende einfach.. missionieren...!" *

*Unter viel Mühe schaffe ich es dem Mann (der zwar eher kindlich-grenzdebil, aber sehr höflich wirkt) die sehr simple Nummer zu diktieren und versichere ihm, dass man sich in der Redaktion seine Ideen sicher sehr gerne anhören wird.*

*Ich verabschiede den Vegetarier bestimmt aber sehr, sehr freundlich und höre noch während ich auflege wie er mir euphorisch vegetarische Parolen und Webseitenadressen hinterher ruft. Leise verklingt sein "wwwpunktwarumichkeinfleischessendarfpunktde...."*

*klick*

*Lehne mich unschuldig-lächelnd in meinem Stuhl zurück*

Montag, 29. Oktober 2007

babyboom

meine große schwester hat mich letzten freitag zum 4. mal zur tante gemacht *irregrins*.
die kleine frida (ja, ich weiß ungewöhnlicher name, aber ich find ihn inzwischen sogar recht hübsch, muss immer an frida kahlo denken, auch wenn meine sis eher skandinavische mädel im hinterkopf hatte..) wog 3000g und war 49 cm groß. *konfettischmeiß*

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Samhain

Halloween – All Hallows` Eve – Allerheiligen - 31.10

Halloween
Mit Samhain wird das letzte der acht Feste im heidnischen Jahreslauf begangen. Der Kreislauf schließt sich, der kalte und dunkle Winter hat nun endgültig seine Vorherrschaft besiegelt und das Jahresrad neigt sich seinem Ende zu, bevor an Yul – mit der Geburt des Lichtbringers als Hoffnungsborn – das Leben wieder in der Welt Fuß fasst. Während an Beltaine der beginnende Sommer begrüßt wird, verabschieden wir uns jetzt und begrüßen die dunkle, winterliche Jahreshälfte. Der Name bedeutet soviel wie „Sommer-Ende“ und wird „sow-in“ gesprochen, das „ow“ wie im englischen Wort „cow“.1
Das Totenfest Samhain ist in der keltischen Tradition in etwa mit unserer Neujahrsnacht vergleichbar, der ja auch so manche mysteriöse Sage zugeschrieben wird. Die Nacht vom 31. Oktober auf den 1.November in der das Fest gefeiert wird, gehört weder zum Diesseits, noch zum Jenseits, zur Vergangenheit oder zur Gegenwart. Eine wahrhaft geisterhafte Nacht außerhalb der Zeit in der – der Legende zufolge – die Seelen der Toten, Menschen und Wesen aus der Anderswelt durch den heute hauchdünnen Schleier zwischen den Welten wechseln können.

Samhain ist auch deswegen ein Fest der Toten, weil es Schlachtfest war. Um dieses Datum herum wurde in primitiven Agrarkulturen der Viehbestand getötet und haltbar gemacht, den man nicht mit über den feindlichen Winter bringen konnte.2 Die Knochen des Viehes wurden in den großen „Bonfires“ (zusammengesetzt aus „bone“ = Knochen, „fire“ = „Feuer“) zu diesem Fest- und Dankestag verbrannt. Viele geheimnisvolle Mythen entstanden auch wegen der daraus resultierenden Überlebensängste. (Ist die Nahrung richtig konserviert, wurde das korrekte Vieh zur Zucht ausgesucht usw.) Also nicht nur ein Tag der zur Divination, Ahnenkult und zum Kontakt mit den Verstorbenen geeignet ist, sondern auch ein üppiges (Dankes-)Fest des Lebens im Angesicht der Endlichkeit.

Man verkleidet sich, ähnlich wie bei den europäischen Perchten- und Fassnachtsbräuchen, um böse Geister auszutreiben, die mit den Toten Einzug halten. Das bei den Kindern beliebte „Trick or treat“ (Süßes oder Saures/Streich) – stellte wahrscheinlich ursprünglich Opfergaben an die Wiederkehrenden dar, die in dieser Nacht ihre alten Heimstätten besuchen, aber auch um umerumirrende bösartig gesonnene Geister zu besänftigen.

Die geschnitzten Kürbisse namens „Jack'o'Lantern“ entstanden aus einer irischen Legende um einen gerissenen, aber trunksüchtigen Hufschmied namens Jack, der dazu verdammt ist auf ewig mit einer Laterne – geschnitzt aus einer Rübe – ruhelos durch die Welt zu ziehen. Während der großen Hungersnot Mitte des 19. Jh. in Irland wanderten Hunderttausende in das gelobte Land Amerika aus, und brachten so ihre alten Bräuche mit in die neue Welt. Die traditionellen Rüben waren damals allerdings nicht zu bekommen, weswegen man auf Kürbisse auswich.

Ähnliche Bräuche finden sich auch im Christentum. So ist die Bezeichnung „Halloween“ ein umgangssprachlicher Abschliff der englischen Bezeichnung „All Hallows` Eve“, was den Vorabend des christlichen Allerheiligen bezeichnet.

Assoziierte Farben: Leuchtende und flammige Farben wie Kürbisorange, dämonisches Rot, Gelb aber auch Grün und dunkles Nachtschwarz.
Möglicher Altarschmuck:
Bunte und vielfältige Süßigkeiten, Milch- und rote Fleischspeisen, Gebäck, Zierkürbisse, Maiskolben, Rüben, Herbstblätter, Kastanien, Eicheln
Magischer Aspekt:
Hinter dem sonnenstrahlenden Gott, der zu Lughnasad für unser aller Wohl starb und zu Mabon seine endgültige Reise in die Unterwelt antrat, wird jetzt endgültig von der Unterwelt - und damit auch wieder im Leib der Mutter Erde - umschlossen.
Die weise Uralte, der dritte Aspekt der allumfassenden Göttin, streckt jetzt endgültig ihre knochigen Hände über alles Lebende aus. Die Natur verdorrt, zieht sich wie tot unter die Oberfläche zurück. Eine Zeit der Ruhe, des Schweigens und des Atemholens nach einem langen Jahr und aufreibenden Sommer ist gekommen. Totenähnlich liegt alles brach, bis ein Funke in dunkelster Stunde zu Mittwinter wieder die Lebensgeister und die Hoffnung entzünden wird. Nach Helligkeit und Licht folgen jetzt Schatten und Dunkelheit.Auch ihr sollte der Mensch positive Dinge abgewinnen, denn ohne diesen Dualismus im gesunden Gleichgewicht ist keine Existenz möglich.

Halloween-Blutbowle

Zutaten:
2 Liter Traubensaft (100% Frucht)
1 Flasche Martini Bianco
1 Glas Sauerkirschen
4 Blätter Gelatine

Zubereitung:
Saft, das Glas Kirschen, und den Martini in eine große Schüssel geben. Die Gelatine laut Anleitung zubereiten und damit die Bowle andicken. Ergibt eine wunderbar dunkelrote Blutbowle mit Kirschen als geronnen Blutstückchen darin. Stilecht zu Halloween in schönen Kelchen mit zahlreichen Freunden vernichten.

Quellen:
Wikipedia
„Eight sabbats for witches“ Janet & Stewart Farrar, Phoenix Publishing Inc.,Washington 1981

Freitag, 19. Oktober 2007

Fresspaket

Um nicht völlig gierig und verfressen über meinen eigenen kühlschrank (im übrigen diese woche gelieferten, ultracool-super-nagelneuen-ami-mäßigen-
zweitürigen-mit bar-klappe, wasseranschluss-undprolligem-
eiswürfelzuebreiter-und-crusher-...*hysterisch lach* nein, ich bin nicht verrückt! das ding steht tatsächlich in meiner küche! (und nein, sowas könnte ich mir im normalfall nicht wirklich leisten... - unsere bisherige stapelwirtschaft aus altem, leicht lädiertem kühlschrank und von freundin geschenkt bekommener, darauf platzierter kühltruhe wurde auch konsequent weiter im freundeskreis verteilt) ....äh.. wo war ich...? *verwirrtguck*
ahja! um nicht über meine eigenen futter-vorräte herfallen zu müssen, habe ich mich bei Rosa vom Neuköllnerhausener Nudelsuppen-Blog bei dem von ihr initiierten DFssgF (Deutsche Foodblogs schicken sich gegenseitig Fresspakete!) teil genommen. nach einer äußerst traumatischen erfahrung mit einem food-swap im nähforum im zusammenhang mit marmelade, hab ich mich dennoch wieder getraut. und war echt, echt, echt gaaaaaaaaaaaaaaaanz dolle positiv überrascht! an dieser stelle ein lob an meinen fress-paket-wichtel balu, der sich meine bitte keine marmelade zu schicken wirklich zu herzen genommen hat (nur nochmal für den rest der umwelt: jaa schokoholikerin bin ich trotzdem noch, care-pakete nehme ich gerne entgegen!) und mir eine münsterländer brotzeit (und einen ganz lieben brief) hat zukommen lassen.

für alle neugierigen sind hier bilder und inhalte:
das päckchen ist angekommen *trommelwirbel*
100_0033


schon gierig aufgerissen, aber noch nicht wirklich was zu erkennen....
100_0034

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viele leckere dinge aus Münster... ein fläschchen korn, eine große flasche Pinkus Pils (wird morgen abend hier in geselliger halloween-party-runde "geopfert" nehme ich an), echtes pumpernickel aus alteingesessener bäckerei, ein leckeres stück knochenschinken (schon aufgefressen), ein noch leckereres stück mett/salami (auch schon den heldentod gestorben). dann gab es da noch den feige-senf-käse...ähm.. ja... lecker sah er ja auch aus..wir haben auch tapfer mal probiert (unter angstschweiß und mit zugehaltener nase).. aber.. aber.. nimms mir net übel, wenn ich den weiter verschenkt habe an einen käse-liebhaber. er war dann doch etwas zu aromatisch für mich. (hat jemand pratchett gelesen? ich bin der festen überzeugung, dass der geruch des käse eine eigene persönlichkeit entwickeln könnte...) aber ich habe mich ausgiebig am anblick des käses erfreut (als die folie noch geschlossen und ich nicht in erstickungsnot war), wirklich! ehrenwort! und nochmal einen riesigen dank an dich, für das wunderschöne fresspaket. :-)

Sonntag, 14. Oktober 2007

Sonntagsshopping in Berlin...

Morgen sind cev und ich fast den ganzen Tag auf dem DarkMarket: Ein kleiner, gemütlicher Gothic-/Alternativ-Flohmarkt in der Disco Dunker (genauere Infos gibt es hier: http://www.darkmarket.de/)
Ich glaube die Zeit ist von 13.00-20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, man kann lecker Kaffee trinken und dabei die First- und Secondhandware begutachten. DArauf gebracht hatte mich im letzten Monat thursa. Morgen wird sie auch wieder mit dabei sein. Freue mich schon drauf und muss gleich noch meinen Rollkoffer mit meinem Krempel vollstopfen. Wir sind natürlich mit gravierten Gläsern, Silberschmuck und natürlich seit neuestem auch mit selbstgemachtem Schmuck (ein paar Probe-Kleinigkeiten hatte ich ja hier mal gezeigt, inzwischen sind weitere Glasperlen bestellt und meine Bestellung aus den Philippinen da *g*). Ein paar gut erhalten Bücher und Schuhe werde ich auch mitnehmen. Vielleicht werde ich ja mal was los...

Wir sehen uns....
B.

Freitag, 12. Oktober 2007

Kurdische Sitten...

... meine Mom versuchte mich schon den ganzen Tag zu erreichen, weil sie mit niemanden sonst über das Thema reden konnte... Mein Dad hatte einen Anruf aus Kurdistan, dass ein (jahzehnte-)langjähriger und politisch sehr, sehr einflussreicher Freund der Familie vor ein paar Tagen die Frau meines verstorbenen Onkels geheiratet hat.
An sich ja nichts schlimmes, wenn dieser Mann nicht a) seit über 30 Jahren mit einer deustchen Frau, die auch große Teile des Jahres in Kurdistan/Irak mit ihrem Mann lebt, verheiratet wäre. b) Wenn meine sogenannte Tante nicht vorher schon gerüchteweise (sie war seine "Sekretärin") mit ihm seit Jahren rumgevögelt hat, als mein Onkel (der einen ziemlich grauenhaften, ziemlich einsamen Tod gestorben ist) noch lebte. (Bitch. (und das meine ich an dieser Stelle nicht positiv) Ok - wenn das hart klingt - legt hier bitte mal einen Moment lang etwas verschärfte arabische Maßstäbe an...)
c) Will NIEMAND der irakischen/kurdischen Freunde der betrogenen Ehefrau ihr erzählen was los ist. Ihr Mann und die neue Frau wollten es auch geheim halten, damit die "Erstfrau" nicht die europäischen Konten sperrt.

Diese Frau ist seit der Jugend eine Freundin meiner Mutter. Mal ist man sich näher.. mal entfernt man sich und hat Differenzen, aber die Freundschaft ist dennoch noch vorhanden. Ganz ehrlich. mir ist nach innerlichem Kotzen zumute. Was die miteinander treiben: OK ihr Problem. Liebe kann man nicht erzwingen und Geilheit auf jemanden lässt sich selten unterdrücken. *schulterzuck*

Aber diese Frau vollkommen ahnungslos zu lassen, sich raus zu halten, obwohl man so etwas weiß.. ich finde das so.. so grauenerregend .. grauenhaft und feige. und unfair. all ihre gemeinsamen Freundel, selbst die deustchen Ehefrauen, halten die Klappe. Halten sich raus. Retten sich vor dem mächtigen Mann und lassen sie fallen. Eine brave ist sie nicht.. aber dennoch.. Wie kann man sowas so einfach.
Meine Mutter traute sich nicht, war im Zwiespalt... unsere Familie, mein Dad, will sich heraus halten. Aber es ist ja ihre Freundin.
Letztendlich habe ich mich aus einem Impuls heraus sofort angeboten anzurufen und ihr die Wahrheit zu sagen. Vielleicht der total falsche Weg, vielleicht habe ich mir jetzt einen sehr, sehr mächtigen Feind fürs Leben gemacht. Ich hoffe meine Familie wird dies im Irak oder in Deutschland nicht in irgendeiner Form zu spüren kriegen.... Auch wenn es sich falsch anhört, ich kann bei sowas nicht einfach den Kopf weg drehen. Ich rief an,sie freute sich über den Anruf...Im Hintrergrund höre ich Geräusche.. Sie kocht.. vielleicht ist auch jemand mit ihr in der Küche.. Ich versuchte ihr zu erklären worum es geht, dass meine Mutter aus Freundschaft zu ihr möchte, dass sie etwas erfährt. Das unsere Familie sich aber eigentlich aus der Situation heraus halten will, bat sie uns bitte nicht als Quelle zu nennen.(Wie sagt man einer Frau, dass ihr M ann sie derartig hintergeht.. nach so vielen Jahren...? )Und sprach es dann aus. Sie wusste von nichts. Schweigt. Absoluter Schlag. Als ob eine Welle aus Angst, Verrat und Verlust über mich hinweg spült. Meine Hände fingen an zu zittern, meine Stimme wird rauh, Tränen wollten in meiner Kehle hochgurgeln. Sie versuchte ruhhig zu bleiben - jahrelang trianierte, Diplomatie-erfahrene Gattin- versuchte klar zu bleiben, kurze knappe Sätze. Ich konnte nur stammeln wie leid es mir tut, während ich versuchte die Gefühle in einen Käfig zu zerren. Schneller Abschied, sagt sie muss diesen Schlag erst verdauen, schwankt nun doch leicht in der Stimme. Lege auf und spüre noch ihren Schock - das Begreifen.
Und jetzt kan ich nur hoffen, dass sie mich wirklich nicht benennt. Mich nicht in Schwierigkeiten bringt.
Frauen, Männer, Partner an sich, die zu Tode verletzt sind, deren Seele bis aufs Mark aufgeschlitzt wurde, denken selten an Andere. Sie sind wie Tiere, die in die Ecke gedrängt werden und blind um sich schlagen, ohne Rücksicht auf Verluste. Und mir ist jetzt echt, echt schlecht... ich hab keine guten Ahnungen... habe das Gefühl, dass ich hierfür noch zahlen muss.
Ein echt absolut verfickter Scheißtag......

Montag, 8. Oktober 2007

bin gerade ein wenig verwirrt...

... hatte eben den anruf einer frau, die meine artikelserie über die heidnischen feiertage (und einen artikel über andere religionssysteme)in der zeitschrift verfolgt hat. (wow... sie ist also der EINE leser *irregrins*)
die dame wollte sich jetzt erkundigen, ob ich bereit wäre da auch vorträge in einem kleinen rahmen zu zu halten...
bin irgendwie noch total platt. weiß nicht was ich wirklich dazu denken soll.. einerseits freut es mich natürlich sehr - feedback jeglicher art kriegt jemand, der für ne kleine zeitschrift schreibt eher selten. und positiven noch dazu - ich mein die frau wusste sogar die titel eines monatealten artikels von mir. dinge die ich schon längst in meinem altersschwachen gehirn verdrängt habe...
andererseits löst dieser mysteriöse diskussionszirkel im privaten rahmen schon etwas skepsis aus, bezahlung ist auch nicht vorhanden... (was mich allerdings eher weniger stört.)

referate udn vorträge halten ist eigentlich kein problem für mich. wars früher jedenfalls nicht. ich hab schon einige vorträge in der hexengruppe in der evangelischen gemeinde gehalten gehabt - und wer referate an den unis übersteht sollte auch einem kreis aus damen stand halten - hoffe ich.

naja, mal sehen, ob sie sich überhaupt nochmal meldet udn ws draus wird,

eure (doch ein ganz kleinklitzewenigstolzaufgeregte) B.

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